Getestet Getestet Hotels & Urlaub Test vor Ort

KurzTest: Hotel am Wasen

“Ein Anfang mit Schrecken” oder “Die Schuld hat immer der Gast”

Man hätte es so gut “retten” oder das Ruder herumreißen können. Immer wieder muss ich feststellen, das Mitarbeiter oder Kollegen einfach nicht kommunizieren. In vielen Betrieben ist das ein großes Problem, wodurch viele Fehler vermeidbar wären. Dass Fehler Menschlich sind, das ist keine Frage! Aber diese beim Gast zu suchen, ist der falsche Service Gedanke.

 

Es begann alles mit der Mitteilung von mir, ein paar Tage zuvor, dass ich es nicht in der “Rezeption Zeit” bis 22 Uhr, schaffe anzukommen. Die Antwort war klar und unmissverständlich und bedarf es nach keiner weiteren Nachfrage, dachte ich… “Vielen Dank für Ihre Reservierung. Das ist kein Problem wenn Sie später ankommen, nutzen Sie hierfür unseren Safe vor dem Eingang, der Code lautet ####, dort finden Sie dann ihren Schlüssel. Ich vermerke bei ihrer Reservierung das Sie spät ankommen werden”.

An diesem Tag, war einiges los auf den Straßen und da ich noch einen Umweg einplante, dauerte die Fahrt 6 Stunden, was einen natürlich echt schafft. Dann gab ich den Code vom Safe ein und fand dort einen Schlüssel, mit einem unterstrichenen “Wort” und dem Hinweis auf einen schönen Aufenthalt und den Frühstückszeiten. Ich bezog “mein” Zimmer, kämpfte mit der extremen Hitze und wunderte mich nicht dass ich ein Doppelbett hatte. Das ist manchmal abhängig vom Hotel einfach so, auch über das unterstrichen “Wort” mit dem Klebezettel, machte ich mir keine großen Gedanken, da ich wirklich K.O. war und schmiss mich aus der “zweiten Haut” und ab ins Bett. Nach einer Stunde, öffnete jemand die Türe und sagte “Sind Sie Herr ###?” ich vereinte dies und das war dieses Wort das auf dem Klebezettel stand. Halb nackt blickte ich in schöne Augen, dachte kurz an Fifty Shades of Grey und sagte nur, ich würde mir gern etwas drüber ziehen.

Sie können doch nicht einfach einen fremden Schlüssel nehmen! Sagte die Managerin mit den schönen Augen. “Ähm”, sagte ich. Und woher haben Sie eigentlich den Code für den Safe? “Ähm, ich habe eine Nachricht geschrieben und das war die Antwort”, erwiderte ich. Aber, sie können doch nicht einfach einen fremden Schlüssel nehmen! Ihr Schlüssel lag offen an der Rezeption. (Klar, wenn ich das Hotel betrete, schaue ich mich erst einmal überall um und inspiziere alles. Klar, wer tut das nicht! – Ich! Wenn ich K.O. bin.) Dann mischten sich die anderen Gäste ein, denen Zimmer ich bezogen hatte und die die Managerin angerufen hatten – auch noch ein. Geballte Gegenpower, sagten indirekt ob ich nicht lesen könne und “Sie können doch nicht einfach einen fremden Schlüssel nehmen!” Ich konnte diesen Satz schon nicht mehr hören, es war nur ein Schlüssel im Safe, seit wann muss der Gast auch noch mitdenken. Sonst mache ich dies schon gerne, aber ich wollte schlafen und wie oft mein Name schon falsch geschrieben wurde (kann ich schon gar nicht mehr zählen und welche Variante dabei schon raus gekommen sind auch nicht) und woher soll ich wissen das dies ein Name ist und warum soll ich überhaupt denken. Meine Güte! Ich fühlte mich wirklich im falschen Film. Sie können jetzt im Zimmer bleiben und bezahlen auch nicht mehr. (Wäre ja auch noch schöner). Wahnsinn! Ich verabschiedete mich mit, “ich bin mir keiner Schuld bewusst”. Die Meinungen der “Anderen” war ja wie in Stein gemeißelt und der Schuldige stand ja eh schon fest. Ich!

Bei einem stolzen Preis von (gebuchten) 140,- € für 2 Übernachtungen im EZ inkl. Frühstück, war dies eine der schönsten Begrüßungen die ich je erlebt hatte. Am nächsten Tag, hatte ich der Managerin, die mich in der Nacht geweckt hatte, noch einmal die Nachricht vorgelesen. Hörte mir wieder “Sie können doch nicht einfach…”, ja von diesem Satz kann ich ein Referat schreiben ;-) Die Managerin war eben einfach jung und sie erwiderte, “ich werde diese Kollegin auch kündigen”. Es klang so wie “die hat mir meine Puppe weggenommen, deshalb habe ich sie an den Haaren gezogen” *Haha*. Sehr seltsam, ich habe erwidert, das mir das egal ist und es interessiert mich auch nicht. Sie entschuldigte sich nach einem etwas längeren hin und her (wollte den Fehler nicht so ganz einsehen), bot mir aber eine Entschädigung an und ich bin dann auch noch in ein Einzelzimmer umgezogen. Denn auch bei der Abreise, war es für die Managerin immer noch ein “Missverständnis” und keinen Fehler den einfach “irgendeine” Kollegin ins Rollen brachte. Sie schenkte mir (so wirkte es) notgedrungen ein lächeln, wenn ich an der Rezeption vorbei ging. Morgens hörte ich von ihr leider nicht mal ein “Guten Morgen”, was mir auch bei den anderen Gästen auffiel. Viele Gäste sagten ihr ein “Guten Morgen”, erst dann erwiderte sie dies. Aber das geht einfach nicht für ein 3 Sterne Hotel und ein “Guten Morgen” muss als Erstes vom Gastgeber kommen! Denn ich bin ein Morgenmuffel, aber vielleicht war Sie das auch ;-) Den Service muss sie leider wirklich noch lernen und auch den korrekten Umgang mit Gästen, sorry. Lag es am Alter? Man sagt ja Berufserfahrung haben nur Ältere, vielleicht ist hier etwas wahres dran.

Das Frühstücksbuffet, war okay, das Obst hatte an diesen Tagen schon bessere Tage gesehen und war überschaubar und nicht aufgeschnitten. Sonst war alles recht einfach gehalten und alles auf Selbstbedienung. Was nicht schlimm ist, aber eben das persönliche oder eine Herzlichkeit nicht entstehen lässt. Wo man in einigen Hotels wenigstens noch nach Kaffee oder Tee gefragt wird, helfen hier sogar die Gäste mit, um die leere Kaffee Kanne wieder in die Küche zu bringen. Kann man bei einem Familienbetrieb, durchaus süß finden, aber so wirkte das Hotel einfach nicht. Die Brötchen schmeckten leider nicht knusprig/kross (an beiden Tagen). Beim Kaffee hatte ich leider “einiges” an Pulver (zum Schluss) mit in der Tasse, hieraus hätte ich noch das Orakel befragen können…

Ich hatte bei meiner Buchung erwähnt, das ich mein E-Auto laden wolle, hätte man sich also diese Notiz gemacht und mich am Folgetag (nach der unterirdischen Nacht), darauf angesprochen, hätte man schon einiges wieder retten können. Ich habe mein E-Auto dann am nächsten Tag wo anders geladen.

Ganz toll, muss ich die Minibar erwähnen, die nur aus Glasflaschen bestand, das kenne ich aus einigen Hotels auch anders. Finde ich im Zuge von Umwelt und #plastikfasten ziemlich klasse! Beide Zimmer, sind/waren hellhörig und leider aufgrund der hohen Außentemperaturen extrem aufgeheizt (es gibt keine Klima). Also es war zwar nicht alles schlecht, die Managerin mit tollen Augen, auf anderem Wege, hätte ich sie geküsst, aber darum ging es eben nicht. ;-)))

 

Preis-Leistung und Fazit: Auf der einen Seite steckt viel Potenzial darin, den kuscheligen/kleinen Frühstücksbereich muss man mögen, vom Service (wenn es mal anders kommt…) nicht zu viel erwarten (im Zeugnis würde man lesen: “sie hatte sich stets bemüht”). Was auch stimmt, sie versucht schon für Gäste einiges zu ermöglichen, so wie es auf dem Zimmer steht, “wenn sie mal etwas brauchen, sprechen Sie uns an”. Hätte alles geklappt, wäre es ein Aufenthalt mit einer Gesamtnote 3, da mir neben dem “Standard”, der Service Gedanke gefehlt hat (u.a. Ladestation) und für mein empfinden der Preis nicht angemessen ist.

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