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Haben es Männer oder Frauen schwer?

Das kann man pauschal wahrscheinlich nicht beantworten. Denn jeder sieht sich meist als „hab ich es schwer“. Ich bilde hier keine Ausnahme. Aber zumindest in unserem Rechtsstaat, wenn es um die Kinder geht, kann man ein „schwerer“ erkennen.

Wir sind ein Kinderfreundliches Land und Kinder sind wichtig. Das sehen auch ganz viele so und schätzen und preisen Kinder hoch. Wenn es aber um die Erziehung geht und um Entscheidungen im Trennungsfall, wo das Kind hin soll, ist dies schnell gefunden. Meist ist dies die Kindesmutter.

Ich habe so einen Fall erlebt und viel mit Vätern gesprochen…

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Protestnote / Offener Brief “Erarbeitung des zweiten Gleichstellungsberichts”

Sehr geehrte Frau Schwesig,

am 8. Mai 2015 fand die konstituierende Sitzung statt, in der Sie als Bundesfrauenministerin (Selbstbezeichnung) einer „Sachverständigenkommission“ den Berichtsauftrag für ein Gutachten erteilten, das nach Ablauf von zwei Jahren den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vorlegen soll. Dazu erlauben wir uns, wie folgt zu bemerken: Es bestehen begründete Zweifel an der Wissenschaftlichkeit und der Objektivität der Kommission in Bezug auf die Erarbeitung geschlechterpolitisch relevanter Erhebungen, Statistiken und Auswertungen:

  • Acht der zwölf Mitglieder der eingesetzten Kommission kommen aus den Bereichen Gender Studies oder bekennen sich offen als Feministinnen. Mitglieder, die explizit die Lebenswirklichkeiten und Bedürfnisse von Jungen, Männern und Vätern vertreten, sind nicht vorgesehen. Ein ausgeglichener, unvoreingenommener und ganzheitlicher Blick auf beide Geschlechter ist somit nicht möglich.
  • In die Kommission wurden zwei Nichtwissenschaftlerinnen berufen: Frau Christina Schildmann, eine Publizistin der Friedrich-Ebert-Stiftung, sowie Anne Wizorek, die sich selbst als feministische Aktivistin bezeichnet.
  • Die Auftraggeberin exkludiert in ihrer Selbstbeschreibung als „Bundesfrauenministerin“ bereits die Hälfte der Bevölkerung der Bundesrepublik aus ihrem Fokus und damit per se auch das vorgebliche Ziel der „Gleichstellung“

Wies im Jahre 2011 die Sachverständigenkommission zur Erarbeitung des Ersten Gleichstellungsberichts lediglich zwei sogenannte Genderprofessorinnen auf, so ist jetzt mit der Aufstockung auf deren fünf eine deutliche Polarisierung zu erkennen, die ein objektives Arbeiten unmöglich machen wird. Auch wurde damals auf die Mitarbeit von Nichtwissenschaftlerinnen, die für einseitig ausgerichtete Geschlechterpolitik stehen, noch verzichtet. Aus diesen Gründen sind nachfolgende Forderungen geboten:

  • Rücknahme der Besetzung der Kommission
  • Herausnahme der Nichtwissenschaftlerinnen aus der Kommission
  • Neubesetzung der Kommission mit Wissenschaftlern (m/w), die die Lebenssituationen und Interessen beider Geschlechter kompetent berücksichtigen können.

Da die Kommission ihre Arbeit noch nicht aufgenommen hat, wäre eine Korrektur einfach einzuleiten. Wir erwarten die Umsetzung dieser Forderungen entsprechend der politischen Strategie des Gender Mainstreamings, die ausdrücklich die Berücksichtigung der Anliegen beider Geschlechter gebietet. Auch das von der Bundesregierung 2015 verabschiedete Bundesgleichstellungsgesetz schreibt paritätische Teilhabe beider Geschlechter in allen Bundesgremien vor. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre zeitnahe Veranlassung und verbleiben in Erwartung Ihrer Stellungnahme

Mit freundlichen Grüßen und im Auftrag des Gleichmaß e. V.
Tristan Rosenkranz

Geschäftsführer Fachwirt für Gesundheit und Soziales

Vereinbarkeit von Familie und Beruf nun auch für Männer ein Gleichstellungsziel

allerdings ohne Mitbestimmung über Gleichstellungsbeauftragte!

Der Deutsche Bundestag hat am 6.3.2015 das sogenannte Quotengesetz beschlossen, zusammen mit Änderungen am Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG). Eine Neuerung kommt Männern zugute, die in der Bundesverwaltung beschäftigt sind. Die Gleichstellungsbeauftragten müssen sich nun auch um die Vereinbarkeitsbelange von Männern kümmern. Im Gleichstellungsplan muss festgelegt werden „wie insbesondere Männer motiviert werden sollen, entsprechende Vereinbarkeitsangebote stärker in Anspruch zu nehmen“ (§ 13 Abs. 2 Satz 2 BGleiG).

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