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Das Wechselmodell Interview

Tobi, du bist Vater, warum verwendest du “getrennt erziehend”?

Egal, wo das Kind lebt. Man ist eigentlich nie alleine. Außer ein Elternteil entzieht sich komplett der Erziehung. Aber in den meisten Fällen ist man eben nicht “alleinerziehend” sondern “getrennt erziehend”. Dieses Umdenken und dieser Unterschied sollte bei jedem einzelnen ankommen.

Warum setzt Du dich so sehr für das Wechselmodell ein?

Es ist ganz einfach, es ist das fairste Modell für das Kind! Es hat beide Eltern nach wie vor und keine “14 Tage – Wochenende Bespassung”, kann sich auch unabhängig – zum Beispiel – mit Freunden treffen, ohne Rücksicht auf Umgangswochenenden nehmen zu müssen. Des weiteren ist der größte Streitpunkt und Machtpunkt immer der Unterhalt und der Umgang. Beides wäre beim Wechselmodell extrem entschärft.

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Das ist mein Kind!

Die Zahl der Sorgerechtsverfahren vor deutschen Gerichten steigt steil an. In Zeiten, in denen alles auseinanderbricht, ist die Beziehung zum Kind das einzige, was ein Leben lang hält. Darum wird erbitterter gekämpft denn je – oft jahrelang.

Die Zahl der Sorgerechtsverfahren hat sich 2014 innerhalb von acht Jahren fast verdoppelt: von rund 83.000 Verfahren 2006 auf 147.000

Quelle/Ganzer Artikel: www.welt.de

Umgang boykottierende Mutter

Aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

BVerfG entscheidet gegen den EGMR

Das Bundesverfassungsgericht hat gerade eine Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, und damit einen Umgangsausschluss des OLG Frankfurt bestätigt (Pressemitteilung Nr. 31/2015 vom 20. Mai 2015 zum Beschluss vom 25. April 2015, 1 BvR 3326/14)

Hintergrund ist der Fall Kuppinger, der schon lange um das Umgangsrecht mit seinem 11-jährigenSohn kämpft. In seinem Fall hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am 15. Januar diesen Jahres das deutsche Familienrechtssystem hart und weitreichend kritisiert, auf sachlicher wie auf formaler Ebene. Diese Kritik war auch berechtigt und überfällig. Deutsche Gesetze lassen Rechtsbrüche durch Eltern und durch staatliche Organe zu leicht zu, außerdem fehlt es an wirksame Sanktionen gegen Rechtsverletzungen, wie etwa beim Beschleunigungsgebot des § 155 FamFG. Zudem werden die Deutschen Familiengerichte vom EGMR dafür kritisiert, dass sie Ordnungsgelder nicht am gesetzlich gegebenen Rahmen ausrichten und auch nicht zeitnah vollstrecken.

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Warum der Streit um Kinder oft eskaliert

Udo Michaelis, Richter am Amtsgericht Demmin, spricht seit über 20 Jahren Recht in familiären Angelegenheiten.
Mit uns spricht er über schwierige Entscheidungen, Spielzeugautos und sein Bauchgefühl.
Zu Mama oder zu Papa? Wenn Kinder vor eine solche Frage gestellt werden, fällt ein Antworten schwer.

Will die Mehrheit lieber zur Mutter oder zum Vater?

Die Masse der Kinder, auch die Älteren, sagen, dass sie Mama und Papa lieb haben. Sie wollen nur, dass die Eltern aufhören sich zu streiten.

Was für Modelle bei Sorgerechtsstreitigkeiten bevorzugen Sie?

Es gibt eine unglaubliche Bandbreite an Sorgerechtsmodellen. Abenteuerlichste Kombinationen aus rechtlichen und leiblichen Vätern, Stiefmüttern und Wechselmodellen – das Kind lebt eine Woche bei der Mutter, die andere beim Vater. Ich mag alles, was funktioniert.

Jeder vernünftigen Lösung, vor allem, wenn die Eltern sie sich selbst ausgedacht haben, stehe ich wohlwollend gegenüber.

Quelle/Link: www.nordkurier.de/neubrandenburg/warum-der-streit-um-kinder-oft-eskaliert-1314211804.html

Ein tolles Interview, das keine Klischees oder Geschlechter favorisiert. Auch die Fragen und Antworten sind wirklich beeindruckend.

Endlich Kindeswohl und Elternrechte bei Sorgerechten achten

„Fall Porombka“ im Petitionsausschuss des Europaparlaments / Schwere Rüge an deutschen Jugendämtern – „Fehler im System, Ignoranz der deutschen Regierung unerträglich!“

Deutsche Jugendämter, die in vorschnellen, parteiischen, teils schwer begründbaren Fällen Eltern den Kontakt zu ihren Kindern komplett verbieten, sind ein „wiederkehrendes und strukturelles Problem“ und dem Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments seit Jahren ein diskriminierender Dorn im Auge. Erst diese Woche hat sich der Petitionsausschuss in Brüssel mit einer neuen von weit über 200 Beschwerden (128/2007/Fall Porombka) deutscher Eltern befasst. „Der Fehler liegt im System – nicht beim einzelnen Beamten. Und die Bundesregierung unternimmt nichts – gar nichts, um diesen offensichtlichen Missstand zu beseitigen. Das ist unhaltbar“, kritisiert Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-Partei Deutschlands. EU, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte und UN hätten das Vorgehen der EU seit Jahren „wiederholt scharf angeprangert: Dass die Regierung nichts tut, ist schlichtweg eine Sauerei!“ Der Europaabgeordnete wendet sich nun an EU-Kommission, EU-Menschenrechtsagentur und die Familienministerin.

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Mann oder Tier oder Früher?

Rent a Tobi schreibt

Rent a Tobi Geschichte

Erinnern wir uns an früher, da musste der Mann jagen, beschützen, verteidigen und für Nachwuchs sorgen. Wie ist es heute? Hat sich daran allzu viel geändert? Eigentlich nicht, derzeit versuchen wir die Gleichstellung zwischen Mann und Frau, in vielen Dingen sind wir hier schon vorangeschritten. Aber noch nicht alles, nehmen wir als Beispiel die Bundeswehr, früher undenkbar das hier auch Frauen außerhalb des Geschäftszimmers Dienst leisten können. Oder das Einkommen, hier wollen Frauen genauso viel verdienen wie Männer, auch das klassische Beispiel das Frauen hinter den Herd gehören findet man immer weniger. Frauen haben Rechte die gleichen wie Männer. Natürlich kann dies nun jede Frau und jeder Mann etwas geteilt sehen, doch im Kern sieht es so aus das alles irgendwie ausgeglichen ist.

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