Haben es Männer oder Frauen schwer?

Das kann man pauschal wahrscheinlich nicht beantworten. Denn jeder sieht sich meist als „hab ich es schwer“. Ich bilde hier keine Ausnahme. Aber zumindest in unserem Rechtsstaat, wenn es um die Kinder geht, kann man ein „schwerer“ erkennen.

Wir sind ein Kinderfreundliches Land und Kinder sind wichtig. Das sehen auch ganz viele so und schätzen und preisen Kinder hoch. Wenn es aber um die Erziehung geht und um Entscheidungen im Trennungsfall, wo das Kind hin soll, ist dies schnell gefunden. Meist ist dies die Kindesmutter.

Ich habe so einen Fall erlebt und viel mit Vätern gesprochen…

 

[paypal email=”post@rentatobi.de”]Es sind aber auch die veralteten Einstellungen bzw. Ansichten von früher. Da hat ja auch die Mutter alles gemacht und der Vater war (nur) arbeiten. Fragen Sie mal ihre Oma, ob die sich vorstellen könnte, ein Wechselmodell oder dass diese beim Vater leben können. Die Antwort ihrer Oma wird in etwa so lauten: „Kinder gehören zur Frau“. Aber eigentlich sollte es doch um das Kindeswohl gehen, nicht wahr. Die Kinder sind doch wichtig!

Die Frau kann sich viel erlauben, egal ob die Wohnung dreckig ist (dann wird halt mal aufgeräumt bevor das Jugendamt einen angemeldeten Kontrollbesuch durchführt) oder das Kind sich eben nicht Alters gerecht entwickelt hat. Leider habe ich es schon selbst erlebt. Finde es traurig, es macht mich wütend und ich bin enttäuscht von unserem Grundgedanken und Rechtsstaat “Jeder Mensch ist gleich“! Dem ist nämlich nicht so, wenn es um Kinder geht. Ich bin für das Wechselmodell mit aufgehobenem Unterhalt. Dann nimmt man den Eltern schon mal eine Streitgrundlage (für Kritiker entsteht beim Wechselmodell, aber eine andere Streitgrundlage). Wie das funktionieren kann, hat in großen Teilen der Väteraufbruch für Kinder e.V. sehr gut ausgearbeitet.

Mit der Scheidungsreform änderte sich auch die grundlegende Rolle beider Eltern nach einer Scheidung. Väter hatten nach einer Scheidung nahezu grundsätzlich rechtlich lediglich die Stellung eines Zahlvaters. Nichteheliche Väter waren damals weitgehend rechtlos.1

Erst mit kleinen Schritten ändert sich etwas. Aber in gleichen Teilen muss der Unterhalt viel schärfer werden: Bestraft (Führerschein Entzug für Unterhaltspreller2), Durchgesetzt, der Zahlende muss (noch) gläserner werden. Völlig durchleuchtet, wie beim Nacktscanner am Flughafen. Verkehrte Sicht…

Eigentlich versuchen wir derzeit – oder besser gesagt, die Politik – die Gleichstellung zwischen Mann und Frau, in vielen Dingen sind wir hier schon vorangeschritten. Aber noch nicht in allem, nehmen wir als Beispiel die Bundeswehr, früher undenkbar das hier auch Frauen außerhalb des Geschäftszimmers Dienst leisten können. Oder das Einkommen, hier wollen (sie sollten es auch!) Frauen genauso viel verdienen wie Männer, auch das klassische Beispiel das Frauen hinter den Herd gehören findet man immer weniger. Frauen haben Rechte die gleichen wie Männer. Natürlich kann dies nun jede Frau und jeder Mann etwas geteilt sehen, doch im Kern sieht es so aus dass alles irgendwie ausgeglichen sein sollte.

Anderseits vielleicht doch nicht? In vielen Berufen gibt es noch eine Überzahl an Frauen, denn Männern traut man dies nicht zu (umgekehrt gibt es dies natürlich auch). Natürlich können wir dieses Beispiel auch umdrehen. Auch das Väter nun den Erziehungsurlaub mit der Frau gemeinsam nutzen dürfen (oder sich teilen können), dies hat lange gedauert. Aber wir sind einen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Aber wer genau hinschaut, wird erkennen dass zum Beispiel im Bereich des Kindes, noch einiges zum Nachteil des Vaters ist.

Achtung, für den ein oder anderen, etwas überspitzt:
Denn schauen wir uns die unehelichen Kinder an, hier erhält die Mutter das völlige alleinige Sorgerecht, der Vater hat es zwar mit gezeugt, aber dieser muss Geld verdienen (wie früher), um das Wohl des Kindes zu gewährleisten. Rechte? Vielleicht darf er sein Kind mit einer „tollen Mutter“ ein bis zweimal im Monat sehen, denn immerhin gibt es keine „genaue“ Regelung im Umgangsrecht. Ja, die Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts (bei unehelichen Kindern) wurde vereinfacht. Aber es ist immer noch lächerlich, dass die Mutter ein Veto Recht besitzt und ein Familiengericht, entscheidet ob das Sorgerecht geteilt wird. Bei der Mutter entscheidet auch kein Familiengericht, ob sie erziehungstauglich ist… Dass das Kind einen Anspruch auf Mutter und Vater hat, spielt hierbei erst mal keine große Rolle. Denn ohne die Mutter geht es nach der Geburt gar nicht (das sehen zumindest meist die Familiengerichte so, in etwa bis zum 3 Lebensjahr) und ist einfach die Hauptperson, auf die das Kind einen Anspruch hat. Völlig egal wie sie sich benimmt, ob sie arbeitet, Dauerschwanger ist oder „Kinder kriegen“ als Hauptberuf gewählt hat. Immerhin ist ein Kind auch anstrengend und fordernd, dass hier viele Mütter überfordert sind ist in unserer Gesellschaft erst mal nicht wichtig. Hier ist man dann nur entsetzt, wenn die Mutter ihr Kind zerstückelt zum Sperrmüll anmeldet (wahre Tat) oder einfach mal verhungern lässt. Natürlich kann man argumentieren das dies Ausnahmen sind oder dass Väter Kinder schlagen, vergewaltigen oder sich kein bisschen für das „Neugeborene“ interessieren. Klar, diese Seite sollte auch erwähnt und beschrieben werden, fairerweise. Immer stoße ich hier auch auf entsetzte Mütter (zumeist Alleinerziehend), die mir dann mitteilen, dass der Vater sich überhaupt nicht dafür interessiert. Sein Kind zu sehen geschweige denn Zeit mit ihm zu verbringen. Ich erwähne aber deshalb die „Mutter“ mehr, da in Deutschland immer noch 85%3 aller, alleinerziehende Mütter sind. Ich wäre für das Wechselmodell und Unterhaltszahlungen ade! Schon entzieht man dem ganzen Rosenkrieg dann, eine ganz große Streit- und Machtgrundlage. Aber laut aktuellem Gerichtsurteil4, bewegen wir uns mit kleinen Schritten vorwärts. Viele Frauen und Mütter Lobbys haben nun (etwas) Angst und wollen den Druck nun erhöhen. Denn die meisten Mütter „Lobbys“ oder Vereine sind gegen das Wechselmodell.

Aber die Väter die es ehrlich und diese Herausforderung als wichtig ansehen, werden im Regen stehen gelassen. Hauptsache das Geld ist flüssig, man verdient viel und die Mutter kann es einsetzen (denn es gibt keine Rechtsgrundlage, für was der Unterhalt von der Mutter eingesetzt wird, sie könnte es also auch auf den Kopf hauen). Das Jugendamt? Natürlich hätte ich vergessen, das ist natürlich auch noch da. Aber das schreitet nur ein wenn ein Kind massiv gefährdet ist. Denn „das Kind ist wohlauf“, sagt noch lange nichts gegen den Zustand eines Kindes aus. Die Gesellschaft sollte also zudem genauso umdenken, denn die Zukunft wird sein, das die Väter nur die Erzeuger sind und es glückliche Familien nicht gibt?! Immer wird eine Familie getrennt oder beendet, indem einer der Partner einsieht, das Single sein, einige Vorteile mit sich bringt oder der/die neue Freund/in einfach irgendwie besser und verständnisvoller ist. Was wäre das Leben ohne Statistiken, die es auch hier gibt, fast jede/r Zweite geht fremd.5 Entweder über das Internet, als Seitensprung (Webseiten zur Suche von erotischen Abenteuern boomen), die Escort Dame (oder Escort Herr) oder einfach nur über die Webcam, bei rund zwei Euro die Minute. Es liegt zwar in der Biologie, dass Männer sich streuen (Gene verbreiten) müssen/wollen/sollen, deshalb das Fremdgehen auch einen biologischen Grund besitzt. Das lustige/interessante aber daran ist, dass es die Männer trotzdem nicht schaffen, denn Frauen sind im „Gene“ verbreiten Spitzenreiter. Somit sind auch Frauen nicht ausgenommen, sie vermissen dann meist etwas in der Beziehung. Ein Schritt zum Schluss machen ist für manche einfach zu „schwer“. Andere spielen gerne mit dem Feuer und werden deshalb untreu. Jeder hat so seine Gründe dafür. Erinnern wir uns noch einmal zurück. Früher gab es Sex nur in den eigenen vier Wänden. Mittlerweile haben auch Flugzeugtoiletten, der Pool vom Nachbarn und Zugabteile keinen Halt mehr vor einigen Abenteuern.

Jedoch, sobald es geschehen ist und die Frau vielleicht wirklich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr schwanger wurde (muss man in so einem Fall, auch die Männer als ziemlich dämlich bezeichnen!). Aber man muss beachten dass laut den Kandidatinnen von „Oliver Geissen“ (einer damaligen Talkshow auf RTL), die Pille gar nicht so sicher ist und des Öfteren versagt. Auch ein Kondom ist überhaupt nicht sicher, denn es Platzt häufig, zumindest bei den Gästen, dieser genannten Talkshow. Man nehme doch mal an es hat geklappt, bei einem One-Night-Stand oder in einer glücklichen passenden gewollten Situation und man hat Nachwuchs gezeugt. Schon fangen bei einigen die Probleme an, entweder: Misst wer war es? Oder Juhu wir werden eine Familie haben? Denn hier endet für einige Väter bereits die Geschichte, alles ist geschafft, Ziel erreicht, neue Frau muss her. Mütter stehen erst mal alleine da. Denn Väter können keine Kinder erziehen, immerhin bekommt man Muttermilch nicht aus dem Hahn und die Mutterliebe kann eben nur eine Mutter geben. Ein Vater steht für Strenge, Regeln, Geld und Jagen. Willkommen im Jahr 1960…

An dieser Stelle möchte ich erst mal einen herzlichen Dank und ein großes Lob, an alle Mütter aussprechen, die diese klassische Rolle nicht mehr einnehmen. Der Mann der kocht, putzt, Kinder versorgt und den Haushalt übernimmt und die Frau arbeiten geht. Respekt ihr habt es begriffen, Klassiker den Gar auszumachen. Alle die immer noch die Einstellung haben, dass Frauen nicht zum Geld verdienen geboren sind und Karriere nichts für Frauen ist, sei gesagt: Umdenken, aufwachen, so wie wir dies bereits im Atomstrom tun. Denn nicht alles was glänzt ist auch Gold. Männer können auch Kinder erziehen und viele richtig gut oder sogar besser. Natürlich kann man wieder differenzieren, denn es gibt sowohl schlechte Mütter – als auch schlechte Väter.
Einig, sollte man sich trotzdem sein, gleiches Recht für Alle. Mütter können nicht nur an sich denken, Männer können auch das Kindeswohl beurteilen. Deshalb sollte man nicht prinzipiell davon ausgehen, dass Kinder zu den Müttern gehören. Mit Autos kann die Mutter auch spielen und mit Puppen kann der Vater seiner Tochter auch einiges beibringen. Liebe können und sollten beide schenken, ein Vorbild können und müssen beide sein. Ich hoffe, auch wenn ich es nicht mehr erleben sollte, dass wir in naher Zukunft, wirklich gleiches Recht für Alle haben. Nicht nur auf dem Papier (Gesetz)…

Ich versteh es nicht wirklich, irgendwie sind wir in der Entwicklung stehen geblieben, denn das von früher gibt es nicht mehr. Frauen sind selbständig(er), haben sich weiterentwickelt, aber die Gesetze stammen noch von früher. Das Jugendamt immer noch übermäßig auf der Seite der Frauen, wenn es ums zahlen & Co geht. Eben als ein (halbes) Inkasso Unternehmen. Es werden schon extra im Jugendamt Abteilungen dafür bereitgestellt, die sich nur um die Eintreibungen von Unterhalt kümmern. Aber viele haben sich damit abgefunden und die Beschwerden sind relativ gering, es ist eben so, wie es ist, machen kann man eh nichts. Die Düsseldorfer Tabelle, die immer beim Unterhalt herangezogen wird, steigt fast jährlich. Da wäre es doch schön wenn das Gehalt von Unterhaltspflichtigen auch jährlich steigt…

Eine Kleinigkeit wollte ich noch gerne erwähnen. Es ist immer interessant im Internet einfach mal zu „suchen“. Denn wir suchen ja täglich etwas, ob es etwas Aufgeschnapptes ist was überprüft werden muss. Die Liebe, die wir suchen oder eben ein Kind…

Im Internet gibt es diverse Seiten, wo Frauen nach Samenspendern suchen kann (egal ob lesbische Partnerschaft, der Mann keine Kinder zeugen kann oder eine Frau die einfach ein Kind haben möchte und auch allein erziehen will und dazu auch steht). Der Teil der Frauen, die sich absichtlich gegen einen Vater entscheiden ist natürlich noch extrem gering, jedoch greifbar. Solche Frauen geben dies dann auf den Samenspender Seiten im Internet im Suchtext deutlich zu, „ich brauche zur Kindererziehung keinen Mann dazu“. Viel Glück!

1 Väteraufbruch für Kinder e.V.: www.vafk.de

3 Das Interessante ist der relativ gleichbleibende Wert von alleinerziehenden Vätern, also bei rund 15%. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/318160/umfrage/alleinerziehende-in-deutschland-nach-geschlecht/

5 Artikel: „Jede zweite Beziehung ist unglücklich

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