Ist das ein Chaos beim E-Auto aufladen

Preiserhöhungen, Minutentarife, Pauschaltarife, Horror kWh Preise, Blockiergebühr, Individualpreise, unterschiedliche Zugänge und Ladekarten.

Ja man könnte meinen das E-Auto aufladen macht keinen Spaß mehr. Fast, denn in Deutschland gibt es mal wieder einen Dschungel, was kein Wunder ist, denn wenn eins die Deutschen schaffen, dann ist es immer kompliziert. So ist es auch beim aufladen seines E-Autos, leider, denn obwohl EnBW ein guter Favorit war, so ist die Blockiergebühr, eine Variante die überhaupt nicht in die Zeit passt. Denn genügend Verbrenner parken die Ladesäulen munter zu und hier nützt die Blockiergebühr überhaupt nichts, auch dem derzeitigen E-Auto ist diese Gebühr leider auch nicht angepasst, da für eine Vollladung z.B. eines Leafs, dann die Blockiergebühr schon greift. Für mich also wenig durchdacht und der Preis hat mit Innovation oder Anreiz für E-Autos nicht mehr viel gemeinsam.

Auch IONITY muss wohl in einer ganz anderen Liga spielen, denn hier verlangen die meisten (Roaming Anbieter) den Wahnsinns Preis von über 75 Cent je kWh, das hat mit Fairness oder Anreiz ein E-Auto zu tun überhaupt nichts mehr zu tun. So wundert es vielleicht nicht, das hinter diesem Anbieter viele Automobilhersteller stecken.

Das es immer noch Minuten und Pauschalpreise gibt, ist sehr verwunderlich, aber ebenfalls ein Zeichen das wir irgendwie in einem echten Problem und Dilemma stecken und hier keine wirkliche Regulierung stattfindet. Leider haben viele Pauschalpreise überhaupt nichts mit „günstig ein E-Auto laden“ zu tun und sind jenseits von Fairness und Anreiz.

Ja wer zu Hause sein E-Auto laden kann, weil er ein schickes schönes Eigenheim besitzt, der befindet sich auch wirklich auf der Gewinner Seite der E-Mobilität, denn jeder der immer auf eine Ladesäule vor Ort angewiesen ist, der bekommt mittlerweile schon das kalte kotzen, trauriger weise. Die Gewinner sind somit mal wieder die „Mittel- oder Oberschicht“, das ist leider so und kann nicht von der Hand gewiesen werden.

Das jede Ladekarte (Anbieter) nur einen Bruchteil von Möglichkeiten besitzt, ist quasi das Sahnehäubchen des Ganzen. Denn nicht jeder Lade Anbieter arbeitet mit vielen Roaming Partnern zusammen und wenn dann noch die stillschweigenden Preis Erhöhungen kommen, dann fühlt man sich mehr als verarscht, denn der Tarif Dschungel hat gerade erst angefangen. So verzweifelt man leider immer mal wieder am derzeitigen Lademarkt, da viele Anbieter zumeist Stromanbieter, nun natürlich auch mit dabei sein wollen, erst zu einem guten Preis und dann muss man feststellen, das dieser wohl nicht lange Haltbar war/ist und der Preis wird verdoppelt oder gar verdreifacht. Manchmal wird eine Preiserhöhung nur über die Rechnung kommuniziert und/oder mit dem feinen Passus in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen „bei der Nutzung einer Ladestation entsteht ein Einzelnutzungsvertrag“ versehen. Ich halte das für sehr fragwürdig und vor einem Gericht nicht für haltbar (meine laienhafte Einschätzung). Das wäre wie, wenn ich eine Rufnummer anrufe und noch nicht weiß welcher Preis mich erwartet. Experten werden nun sagen, dafür gibt es doch die App, richtig, dann macht eine Ladekarte aber wenig Sinn. Da dürfte es nicht verwunderlich sein, das wir in Deutschland im Bereich E-Moblität einfach nicht vorwärts kommen, denn ein E-Auto muss nämlich auch geladen werden und nicht jeder kann dies vor seiner Haustür mit eigenem Parkplatz…

Gäbe es nicht die Einkaufshäuser und Discounter die mittlerweile schon Wartebereiche erstellen müssten, so hoch frequentiert sind einige Ladesäulen vor deren Geschäften, müsste man tatsächlich den Kopf in den Sand stecken. Hier ist man zwar auf deren Öffnungszeiten angewiesen, aber zum Glück kann man hier noch völlig kostenfrei sein E-Auto nach tanken.

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