Doppelresidenz: Kinder oder Paragrafen

Spätestens seit der Resolution 2079 (2015) der Parlamentarischen Versammlung des Europarates ist die Doppelresidenz (Wechselmodell) als zeitgemäßes und kindgerechtes Betreuungsarrangement alternativ zum tradierten Residenzmodell für Trennungsfamilien in allen Parteien ein wichtiges Thema. Die FDP stellt auf ihrem Bundesparteitag die Weichen: Aufbruch zu einer modernen, kindzentrierten Familienpolitik oder Festhalten an tradierten Rollenmustern und Paragrafen.

Hamburg, Brandenburg, Bayern – bereits dreimal haben sich Landesparteitage der FDP klar dafür ausgesprochen, dass die Doppelresidenz in Deutschland gesetzlich verankert werden soll und vorrangig zu prüfen ist. Damit öffnen sich weite Teile der Partei einer zeitgemäßen Familienpolitik. Ob dies auch der Bundespartei gelingt, wird sich am 23./ 24.04.2016 auf dem Bundesparteitag in Berlin zeigen – gleich zwei Anträge beschäftigen sich mit der Frage, wie man sich zukünftig zur Doppelresidenz positionieren will.

Dabei verfolgen die Fachausschüsse Familie und Justiz unterschiedlich Ansätze. Während sich der Fachausschuss Familie (Antrag 608) an der Lebenswirklichkeit von Getrennterziehenden und deren Kindern orientiert, würde der Antrag des Fachausschusses Justiz (Antrag 624) einen deutlichen Rückschritt – weil Stillstand – bedeuten. Man will dort erst einmal prüfen und die Doppelresidenz nur in wenigen, ausgewählten Fällen überhaupt berücksichtigen.

„Selten ist der Dissens zwischen Juristen und Sozialwissenschaftlern so deutlich zu Tage getreten wie hier. Es wird spannend, ob sich die Partei an den Familien und Kindern – also den Wählern – orientiert oder an der weithin zu beobachtenden juristischen Blockade der Doppelresidenz“ meint Markus Witt, Bundesvorstandsmitglied des Vereins Väteraufbruch für Kinder e.V. Bemerkenswert findet er auch, dass gerade die Juristen in ihrem Antrag feststellen, dass die Doppelresidenz bisher nicht gerichtlich angeordnet werden könne. Zwar ist die Frage juristisch noch nicht eindeutig beantwortet, ob dies im Sorge- oder Umgangsrecht möglich ist, die gerichtliche Praxis* zeigt jedoch, dass hier vermutlich mit falschen Informationen gearbeitet werden soll.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sprechen schon seit vielen Jahren eine eindeutige Sprache. Je mehr Zeit Kinder mit beiden Eltern verbringen, desto besser geht es ihnen. Die Doppelresidenz als Leitmodell ist daher die logische Folge. Daher setzt sich der Verein, welcher bundesweit ehrenamtlich in der Beratung von Trennungsfamilien aktiv ist, seit Jahren für eine gesetzliche Verankerung der Doppelresidenz ein. „Im Bundestagswahlkampf  2017 wird die Frage der Doppelresidenz ein wichtiger Bestandteil der familienpolitischen Ausrichtung der Parteien werden – die FDP hat an diesem Wochenende die Chance, sich der Lebenswirklichkeit von Millionen von Trennungsfamilien zu öffnen – wir werden dies interessiert beobachten“ so Witt weiter und hofft, dass das Recht der Kinder, von beiden Eltern erzogen zu werden, stärker in den Fokus der öffentlichen Diskussion rückt. Deutschland hätte damit die Chance, seinen erheblichen Rückstand im Familienrecht im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern endlich aufzuholen.

www.vaeteraufbruch.de

Getestet: bildkontakte.de

Schnell und einfach, tolle Startseiten Übersicht nach dem Login. Aber die Premium-Mitgliedschaft ist einfach zu teuer und reiht sich preislich (fast) schon bei den Großen ein. Tut mir leid, ungerechtfertigter Preis!

Auch die Bewertung, also das Voting von Fotos ist möglich. Aber wenn man weniger als eine 5 (von 10) vergibt, muss man 2x klicken. Denn der Hinweis das sich die Person doch beleidigt fühlen könnte, der muss erst noch bestätigt werden. Deshalb findet man fast kein Bild das unter 5 auch in Summe bewertet wurde. Wenn es nur Hübsche auf dieser Welt gäbe, hm, ja ist ne tolle Vorstellung. Realität ist manchmal etwas schmerzhafter und damit muss man auch als angemeldeter Single (weiblich oder männlich) klar kommen. Sonst muss man die Einstellung eben mit einfügen, das man sich für das Voting rausnehmen lassen kann. Wenn man weniger als 5 in der Bewertung nicht verkraftet…

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Flop: Willkommen in Hauzenberg!

Die Website pompös und spektakulär. Das läd ein, nach Hauzenberg, eine kleine Granit Stadt.

Willkommen in der Granitstadt. Hauzenberg ist eine lebendige Kleinstadt umrahmt von zahlreichen Granitbergen des Südlichen Bayerischen Waldes. Die Lage im Dreiländereck Deutschland – Österreich – Tschechien ist prägend für die Entwicklung des Ortes hin zum staatlich anerkannten Luftkurort und möglichen Mittelzentrum.

Quelle: http://www.hauzenberg.de/tourismus-kultur-freizeit

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Familienpolitik im Würgegriff der Streitbewirtschaftungsindustrie

Deutschland hat einen umfassenden Wirtschaftszweig, der seine “Umsätze” dadurch generiert, dass sich Trennungseltern um Zeit und Geld im Bezug auf ihre Kinder streiten.

Dieser Wirtschaftszweig heißt “Streitbewirtschaftungsindustrie”, nach dem dritten Bier auch schon mal Kindeswohlindustrie. Aktuell gerät sie von allen Seiten unter Druck, aber als Noch-Inhaber der Macht (schon bald wird sie das Ancien Regime sein) bäumt sie sich gegen die überfälligen Reformen, jetzt selbst vom Europarat angemahnt, noch einmal kräftig auf.

Reformen passen den Professoren, Doktores, Advocates und Verbandsmenschen natürlich so gar nicht ins Programm; denn wer vom Elternstreit lebt, möchte keine Gesetze, die den Elternstreit nachweislich eindämmen – ist doch irgendwie logisch.

Auch logisch ist, dass die nach Gesetzesänderungen zu erwartenden stark reduzierten Streitzahlen natürlich vielen umsatzstarken Sozialprogrammen zur Verhinderung und Deeskalation von Streit den Boden unter den Füßen entziehen. Bei diesen Programmen kommt mir oft das alte Kinderlied in den Sinn: Jupp Hei Di und Jupp Hei Da, der Glaser schlägt die Scheibe ein und sagt da muss ‘ne neue Rein. Der Glaser ist der Gesetzgeber, und die neue Scheibe sind die Sozialprogramme. Zerbrechen also keine Scheiben mehr, weil sich Streit für Eltern nicht mehr lohnt, müssen natürlich auch weniger neue Scheiben her…

Quelle/ganzer Artikel: agensev.de/content/familienpolitik…

Zeit umzudenken und anders zu handeln!

Zoff ums Kind: Vorwürfe gegen Wetterauer Jugendamt

Wetteraukreis (jw). Der Vater verdient das Geld, die Mutter ist fürs Emotionale da – das ist ein überholtes Rollenbild. Glaubt man Uwe Sanders (Namen geändert), bestimmt das Bild die Arbeit des Wetterauer Jugendamtes. Sanders kämpft um das Recht auf Umgang mit seiner kleinen Tochter und wurde vom Jugendamt enttäuscht.
Ganzer Artikel/Quelle: wetterauer-zeitung.de

Leider kein Einzelfall und auch ich berichtete schon über Ähnliches: